Kultur

Unsere Stadt ist eine offene Stadt

Kultur

 

In Zeiten knapper Kassen wird leichtfertig im Kulturbereich gestrichen, weil man meint, Kunst und Kultur sind nur eine Zugabe die nicht lebensnotwendig sind.

Kultur vermittelt Freude über das Wissen und die Erkenntnis von Neuen und ist für das Zusammenleben in unserer Stadt unverzichtbar.

Das kulturelle Angebot in unserer Stadt muss religiöse und ethnische Unterschiede berücksichtigen. Kunst und Kultur gehören zur Urbanität und schaffen Identifikation mit unserer Stadt. „Mülheim – offene Stadt“, so lautet das Motto des Theaters an der Ruhr gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Diesem schließen wir uns an.

 

Durch Wiederstand der Fördervereine der Kulturinstitute (Museum, Bücherei, Musikschule usw.) konnte im vergangenen Haushalt verhindert werden, dass der Kulturetat unter 2% des gesamten Haushalts gekürzt wurde. Wir fordern: Hände weg vom Kulturetat!

 

Wer in der Kultur kürzt, gefährdet die Zukunft unserer Kinder und setzt leichtfertig Bildungschancen aufs Spiel.

Wir fordern deshalb die Ausweitung des Programm, „Jedem Kind ein Instrument“, das von der Landesregierung gefördert wird, auf alle Grundschulkinder.

 

Kulturpolitik toleriert und hat Formen und Äußerungen von Jugendkultur zu fördern. Wir brauchen neue Räume, ideell und materiell zur Vermittlung von Kunst und Kultur. „Mülheim – offene Stadt“ kann nur heißen, dass wir uns auch dem Neuen und „Fremden“ öffnen müssen.

Gut 100 Nationen leben in unserer Stadt und dem müssen wir Rechnung tragen. Wir brauchen mehr Begegnungen untereinander, wir müssen aus Angst vor dem Fremden Neugier machen und aus Neugier Wissen und gegenseitiges Verstehen. Wir müssen aus Fremden Freunde machen.

 

Wir setzen uns insbesondere dafür ein, dass

–          wir ein internationales Kulturzentrum einrichten, indem sich die unterschiedlichen Kulturen begegnen und informieren.

 

–          die Kulturschaffenden unserer Stadt stärker in die Planung einbezogen werden, in alle Bereiche, vor allem in die Kulturvermittlung durch die Schulen. Kulturinteressierte müssen die Möglichkeit bekommen in den frühen Phasen politischer Gremienarbeit mitzugestalten.

 

–          die Vertreter der Fördervereine der Kultureinrichtungen mehr Mit-bestimmung bekommen.

 

–          Arbeitslosengeld II – Beziehern und ihren Kindern der Zugang zu Kulturveranstaltungen durch Kostenerlass ermöglicht wird. Kultur darf nicht vor den sozial Schwachen halt machen und ist für alle da. Herkunft, Nationalität und Geldbeutel dürfen den Zugang zur Kultur nicht begrenzen.

 

Kulturpolitik mit Kopf, Herz und Hand bedeutet für uns, dass Engagement kommunaler Kultureinrichtungen auf politischer Ebene konsequent zu unterstützen, denn Kulturentfaltung ist auch Bildungsentwicklung.

Kultur und Bildung sind für unsere Gemeinschaft überlebenswichtig. Alle Anstrengungen in kulturellen Bereichen fördern die soziale und ökonomische Entwicklung unserer Stadt.